ALERY← Startseite

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 29. September 2026

1. Geltungsbereich & Anbieter

Diese AGB gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „Alery" (alery.de) von Alper Ersoy – Alery, Brassertstraße 31, 41836 Hückelhoven (nachfolgend „Anbieter"). Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB — also an natürliche oder juristische Personen bzw. rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist ausgeschlossen. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde ausdrücklich, als Unternehmer zu handeln; der Anbieter ist berechtigt, hierzu geeignete Nachweise (z. B. Firmierung, USt-IdNr.) anzufordern und das Konto zu sperren, wenn sich die Angabe als unzutreffend erweist.

Kostenpflichtige Tarife bietet der Anbieter derzeit nur Unternehmern mit Sitz in Deutschland an; der Kunde bestätigt dies bei der Buchung. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht, auch wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen wird.

2. Vertragsgegenstand

Alery stellt eine webbasierte Plattform zur Erstellung, Veröffentlichung und Auswertung von Funnels (mehrstufigen Lead-Formularseiten) bereit, einschließlich Hosting der veröffentlichten Funnels, Lead-Verwaltung (Inbox), Auswertung, E-Mail-Funktionen (§ 7) sowie Integrationen. Der jeweils aktuelle Funktionsumfang der Tarife ergibt sich aus der Preisübersicht. Funktionen, die dort nicht genannt oder als „Beta" oder „optional" gekennzeichnet sind, sind nicht geschuldet; ein Anspruch auf ihre Bereitstellung besteht nicht.

3. Vertragsschluss, Testphase & Konto

Der Nutzungsvertrag kommt mit der Registrierung zustande; mit der Buchung eines kostenpflichtigen Tarifs wird er um diesen Tarif erweitert. Die kostenlose Testphase dauert 14 Tage, ist unverbindlich und endet automatisch; sie verlängert sich nicht kostenpflichtig. Nach ihrem Ende gehen veröffentlichte Funnels offline, bis ein kostenpflichtiger Tarif gebucht wird; das Konto besteht fort (§ 10). Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln; der Kunde ist für Aktivitäten über sein Konto verantwortlich, soweit er sie zu vertreten hat.

4. Preise, Zahlung, Laufzeit, Kündigung & Zahlungsverzug

Es gelten die bei Bestellung angezeigten Preise; sie sind Endpreise. Solange der Anbieter die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG anwendet, wird keine Umsatzsteuer berechnet. Wendet der Anbieter die Regelung nicht mehr an, kann er die gesetzliche Umsatzsteuer zusätzlich berechnen; das gilt als Preisänderung nach § 5 und wird wie dort angekündigt. Die Zahlung erfolgt im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe.

Laufzeit und Kündigung: Ein Monatstarif läuft jeweils einen Monat, ein Jahrestarif jeweils zwölf Monate ab Buchung. Beide verlängern sich automatisch um die gewählte Laufzeit, wenn sie nicht gekündigt werden. Die Kündigung ist jederzeit möglich und wird wirksam beim Monatstarif zum Ende des laufenden Monatszeitraums, beim Jahrestarif zum Ende des laufenden Jahreszeitraums. Sie erfolgt über die Abo-Verwaltung in den Kontoeinstellungen oder in Textform an support@alery.de. Mit Ende des Tarifs gehen veröffentlichte Funnels offline und tarifgebundene Funktionen entfallen; Funnels und Leads bleiben nach Maßgabe von § 10 gespeichert.

Sitz außerhalb Deutschlands: Ergibt sich aus der bei der Zahlung angegebenen Rechnungsanschrift ein Sitz außerhalb Deutschlands (§ 1), kann der Anbieter den kostenpflichtigen Tarif mit sofortiger Wirkung beenden; bereits gezahlte Entgelte für den nicht genutzten Zeitraum werden dann erstattet. Der Anbieter informiert den Kunden darüber in Textform.

Kommt der Kunde mit einer fälligen Zahlung in Verzug, ist der Anbieter nach erfolgloser Zahlungsaufforderung berechtigt, den Zugang und die veröffentlichten Funnels vorübergehend zu sperren, bis der offene Betrag ausgeglichen ist. Weitergehende gesetzliche Rechte (Verzugszinsen, Kündigung aus wichtigem Grund) bleiben unberührt.

Widerruf & Erstattung: Da sich das Angebot ausschließlich an Unternehmer richtet (§ 1), besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher. Zur unverbindlichen Prüfung dient die kostenlose Testphase (§ 3). Bereits gezahlte Entgelte werden nicht anteilig erstattet, wenn der Kunde vor Ende der laufenden Laufzeit kündigt oder das Konto nicht nutzt, soweit nicht zwingendes Recht etwas anderes vorsieht; kündigt der Anbieter aus einem von ihm zu vertretenden wichtigen Grund oder nach dem Absatz „Sitz außerhalb Deutschlands", wird der auf die Restlaufzeit entfallende Anteil erstattet.

5. Preisänderungen

Der Anbieter kann die Entgelte für laufende Abonnements mit Wirkung für künftige Abrechnungsperioden anpassen, insbesondere um gestiegene Kosten (z. B. Infrastruktur, Unterauftragnehmer, Steuern) auszugleichen. Eine Preisänderung wird dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform (E-Mail) angekündigt. Der Kunde hat das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisänderung außerordentlich zu kündigen; hierauf wird in der Ankündigung hingewiesen. Kündigt der Kunde nicht, gilt die Änderung ab der nächsten Abrechnungsperiode als vereinbart. Preissenkungen und die erstmalige Preisfestsetzung bei Buchung fallen nicht unter diese Regelung.

6. Pflichten des Kunden — Inhalte, Rechtskonformität & Freistellung

Für die mit Alery erstellten Funnels, E-Mails und deren Inhalte ist allein der Kunde verantwortlich. Der Kunde stellt insbesondere sicher, dass (a) seine veröffentlichten Funnels ein gültiges Impressum und eine Datenschutzerklärung enthalten oder verlinken, (b) eingebundene Tracking-/Marketing-Tools nur mit den erforderlichen Einwilligungen eingesetzt werden, (c) verwendete Bilder, Marken und Texte frei von Rechten Dritter sind und (d) keine rechtswidrigen, irreführenden oder jugendgefährdenden Inhalte veröffentlicht werden. Der Anbieter darf Funnels bei offensichtlichen Rechtsverstößen nach Information des Kunden sperren.

Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter — einschließlich behördlicher Verfahren und angemessener Rechtsverteidigungskosten — frei, die auf einer von ihm zu vertretenden rechtswidrigen Nutzung des Dienstes oder auf den vom Kunden veröffentlichten Inhalten oder versandten E-Mails beruhen. Der Anbieter informiert den Kunden über einen solchen Anspruch unverzüglich und überlässt ihm — soweit rechtlich möglich — die Verteidigung.

7. E-Mails an Interessenten des Kunden

Alery ermöglicht dem Kunden, an Personen, die über seine Funnels Daten übermitteln, E-Mails zu versenden — insbesondere eine Eingangsbestätigung und zeitversetzte Nachfass-Mails. Diese E-Mails versendet der Anbieter im Namen und im Auftrag des Kunden; Absender im Rechtssinne ist der Kunde. Beim Versand über Alery tragen sie als Absendernamen den vom Kunden hinterlegten Namen (ersatzweise den Namen des Funnels) mit dem Zusatz „über Alery" und werden über eine Absenderadresse des Anbieters zugestellt; Antworten der Empfänger gehen an die vom Kunden hinterlegte Adresse. Verbindet der Kunde ein eigenes Brevo-Konto, wird die Eingangsbestätigung über dieses Konto versendet; Nachfass-Mails und Bestätigungscodes versendet stets Alery. Über das Brevo-Konto versendete Eingangsbestätigungen tragen den vom Kunden dafür hinterlegten Absendernamen und die hinterlegte Absenderadresse; fehlt ein Eintrag, ersatzweise den Namen des Funnels bzw. eine Absenderadresse des Anbieters.

Inhalt, Zeitpunkt und Empfänger der E-Mails bestimmt der Kunde. Er ist dafür verantwortlich, dass für jeden Versand eine Rechtsgrundlage besteht; insbesondere holt er vor dem Versand werblicher Nachfass-Mails die nach § 7 UWG und Art. 6 DSGVO erforderliche ausdrückliche Einwilligung der Empfänger ein und kann diese nachweisen. Er gestaltet die E-Mails so, dass er für die Empfänger als Absender erkennbar ist. Der Anbieter fügt jeder Nachfass-Mail einen Abmeldelink bei. Eine Abmeldung beendet die Nachfass-Mails zu der Anfrage, aus der die E-Mail stammt. Eine Sperre der Adresse für künftige Anfragen oder andere Funnels führt die Plattform nicht; stellt dieselbe Person eine neue Anfrage, beginnt eine neue Nachfass-Serie. Einen Widerspruch gegen Werbung, der dem Kunden auf anderem Weg oder bei einer früheren Anfrage erklärt wurde, beachtet der Kunde selbst. Bestehen konkrete Anhaltspunkte für einen Versand ohne Einwilligung (z. B. Beschwerden von Empfängern), darf der Anbieter den Versand für den betroffenen Funnel nach Information des Kunden aussetzen.

8. Leads & Datenschutz

Der Kunde ist für die über seine Funnels erhobenen Lead-Daten sowie für die in seinem Auftrag versandten E-Mails datenschutzrechtlich Verantwortlicher; der Anbieter verarbeitet diese Daten als Auftragsverarbeiter. Ergänzend gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der Bestandteil dieses Vertrags ist. Einzelheiten zur Datenverarbeitung: Datenschutzerklärung.

9. Verfügbarkeit & Wartung

Der Anbieter erbringt den Dienst mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns und strebt eine hohe Verfügbarkeit an; kurzzeitige Unterbrechungen (Wartung, Updates, Störungen bei Unterauftragnehmern) können auftreten und begründen keinen Mangel, soweit sie zumutbar sind. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht zugesichert.

10. Vertragsende, Kontolöschung & Datenlöschung

Konto ohne Tarif: Nach Ende der Testphase oder eines kostenpflichtigen Tarifs besteht das Konto ohne Tarif fort; veröffentlichte Funnels sind offline, Funnels und Leads bleiben gespeichert, solange das Konto besteht. So kann der Kunde seine Daten exportieren oder später einen Tarif buchen.

Beendigung des Nutzungsvertrags: Der Kunde kann den Nutzungsvertrag jederzeit ohne Frist beenden, indem er die Löschung seines Kontos in Textform an support@alery.de verlangt. Läuft zu diesem Zeitpunkt ein kostenpflichtiger Tarif, endet der Nutzungsvertrag mit Ablauf dieses Tarifs, auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden sofort (ohne anteilige Erstattung). Der Anbieter kann den Nutzungsvertrag für Konten ohne laufenden kostenpflichtigen Tarif mit einer Frist von vier Wochen in Textform kündigen, insbesondere wenn das Konto länger als zwölf Monate nicht genutzt wurde.

Löschung: Nach Ende des Nutzungsvertrags löscht der Anbieter das Konto einschließlich aller Funnels, Leads, hochgeladenen Dateien, Nutzungsstatistiken und E-Mail-Warteschlangen innerhalb von 30 Tagen. Die Löschung erfasst die Datenbank der Plattform. Kopien in Protokollen von Dienstleistern — E-Mail-Versandprotokolle, Server- und Hosting-Protokolle sowie, falls aktiviert, Fehlerberichte — werden dabei nicht einzeln gelöscht, sondern mit Ablauf der dort geltenden Aufbewahrungsfristen entfernt; auf Anfrage nennt der Anbieter die aktuellen Fristen. Bis zum Vertragsende kann der Kunde seine Daten über die Exportfunktionen (CSV/JSON) sichern. Die Löschung erfolgt derzeit als manueller Vorgang durch den Anbieter und wird auf Anfrage in Textform bestätigt. Ausgenommen sind Daten, die der Anbieter aufgrund gesetzlicher Pflichten aufbewahren muss (insbesondere Rechnungen und Buchungsbelege nach § 147 AO und § 257 HGB); sie werden bis zum Ablauf der Frist gesperrt und danach gelöscht. Soweit Datensicherungen des Datenbankanbieters bestehen, werden gelöschte Daten dort erst mit deren turnusmäßigem Ablauf entfernt.

Während der Laufzeit: Einzelne Leads löscht der Kunde selbst. Einzeln gelöschte Leads werden sofort endgültig entfernt; zugleich verlieren die Teil-Eingaben, die im selben Funnel unter derselben E-Mail-Adresse erfasst wurden, E-Mail-Adresse und Antworten — übrig bleibt nur, an welchem Schritt abgebrochen wurde. Teil-Eingaben von Besuchern, die keine Anfrage abgeschickt haben, lassen sich in der Plattform nicht einzeln löschen; der Anbieter entfernt sie auf Weisung des Kunden von Hand. Gelöschte Funnels liegen 30 Tage im Papierkorb und werden danach automatisch endgültig gelöscht, einschließlich der zugehörigen Leads, Nutzungsstatistiken und E-Mail-Warteschlangen.

11. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistig verschwiegenen Mängeln sowie im Umfang einer ausdrücklich übernommenen Garantie. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten — solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf), und der Höhe nach begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Die Haftung für Datenverlust ist auf den Wiederherstellungsaufwand begrenzt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden angefallen wäre. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

12. Aufrechnung, Zurückbehaltung & Datensicherung

Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen; ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu. Der Kunde ist verpflichtet, seine Leads und Funnel-Daten regelmäßig über die bereitgestellten Export-Funktionen (CSV/JSON) zu sichern; die Sicherung liegt in seiner Verantwortung.

13. Änderungen der AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anpassen, soweit die Änderung durch nachträgliche Gesetzes- oder Rechtsprechungsänderungen, technische Weiterentwicklungen des Dienstes oder vergleichbare, bei Vertragsschluss nicht vorhersehbare Gründe veranlasst ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Wesentliche Vertragsbestandteile (insbesondere Hauptleistungspflichten und Entgelte — für Entgelte gilt § 5) werden hierdurch nicht zu Lasten des Kunden geändert. Änderungen werden mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten in Textform angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Inkrafttreten, gelten sie als angenommen; hierauf und auf das Widerspruchsrecht wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Widerspricht der Kunde, kann jede Partei den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung kündigen; bis dahin gelten die bisherigen Bedingungen fort.

14. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist — soweit zulässig — der Sitz des Anbieters. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

→ Impressum→ Datenschutzerklärung→ Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)